Einer Einladung meines Sohnes Andreas Clausen-Boor folgend, flogen meine Frau Uschi Hamelmann und ich im Dezember 2013 für 12 Tage nach Äthiopien. Mein Sohn arbeitete zu dieser Zeit in Addis Abeba als Diplomat in der Dänischen Botschaft. Nach wie vor sind für eine Reise nach Äthiopien viele Vorbereitungen zu treffen (Inlandflüge, Unterkünfte, z.T. Reiseführer usw.) Vor Ort war alles leichter zu organisieren.
Hin- und Rückflug: Frankfurt - Kairo - Addis Abeba. Ziele in Äthiopien: Lalibela und die 11 Felskirchen mit Abstecher nach Yemrehana, Weihnachten in Addis und eine "Urlaubsreise" durch den ostafrikanischen Grabenbruch zum Awasasee (Hawassa) in das Resort des 4-fachen Berlin-Marathon Siegers und Inhaber des Marathon Weltrekordes zwischen 2007 und 2011 Haile Gebrselassie.
Lalibela ist weltweit bekannt für die elf monolithischen Kirchen, die – überwiegend mehrgeschossig – in rote Basaltlava gemeißelt sind. Die Kirchen entstanden, beginnend mit der Regentschaft von Kaiser Gebra Maskal Lalibela (Mitglied der Zagwe-Dynastie), im 12./13. Jahrhundert. Wahrscheinlich wurde insgesamt 120 Jahre an der Anlage gebaut. In dieser Zeit blühte der christliche Glaube in Äthiopien, die Kirchen werden auch als Symbol für die enge Verbundenheit der äthiopischen Christen mit dem Heiligen Land verstanden.
Die elf Kirchen wurden jeweils als Ganzes aus der umgebenden Felsformation herausgearbeitet, jeweils bis zu 800 m² groß und zehn Meter hoch. Diese Gebäude zählen zu den größten von Menschen geschaffenen monolithischen Strukturen der Welt. Sie dienen noch immer ihrem ursprünglichen Zweck als christlich-orthodoxen Kirchen, sind also keine Museen. Seit 1978 zählen diese Kirchen zum Weltkulturerbe der UNESCO.