Information zu Lalibela-Felskirchen

Lalibela ist weltweit bekannt für die elf monolithischen Kirchen, die – überwiegend mehrgeschossig – in rote Basaltlava gemeißelt sind. Die Kirchen entstanden, beginnend mit der Regentschaft von Kaiser Gebra Maskal Lalibela (Mitglied der Zagwe-Dynastie), im 12./13. Jahrhundert. Wahrscheinlich wurde insgesamt 120 Jahre an der Anlage gebaut. In dieser Zeit blühte der christliche Glaube in Äthiopien, die Kirchen werden auch als Symbol für die enge Verbundenheit der äthiopischen Christen mit dem Heiligen Land verstanden.

Die elf Kirchen wurden jeweils als Ganzes aus der umgebenden Felsformation herausgearbeitet, jeweils bis zu 800 m² groß und zehn Meter hoch. Diese Gebäude zählen zu den größten von Menschen geschaffenen monolithischen Strukturen der Welt. Sie dienen noch immer ihrem ursprünglichen Zweck als christlich-orthodoxen Kirchen, sind also keine Museen. Seit 1978 zählen diese Kirchen zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Information zu Lalibela

Lalibela ist eine heilige Stadt und Wallfahrtsort in Äthiopien. Der Ort liegt 2500 Meter hoch direkt unterhalb des Felsens Mount Asheten (3400 m Höhe), der aus der Ferne wie die Überreste einer alten Festung wirkt. Es gibt kein vergleichbares Bergmassiv in der Nähe. Lalibela hat heute ungefähr 20.000 Bewohner (8484 bei der Volkszählung 1994), die fast vollständig äthiopisch-orthodoxe Christen sind.

Ursprünglich hieß der Ort Roha und wurde erst aufgrund des Wirkens von König Gebra Maskal Lalibela (1167-1207), dem der Bau der 11 monolithischen Felskirchen zugeschrieben wird, in Lalibela umbenannt. Absicht war, eine Art Jerusalem nachzubauen, da das Pilgern nach Jerusalem aufgrund des wiederholten Falls der Stadt an das islamische Kalifat zur Zeit der Kreuzzüge unmöglich war. Deswegen wird Lalibela, Äthiopiens himmlische Stadt, auch als Neu Jerusalem bezeichnet. König Lalibela war der bedeutendste Vertreter der Zagwe-Dynastie, die im äthiopischen Hochland ungefähr von 914-1268 geherrscht hat.

Die äthiopischen Könige und Kaiser begründeten ihren Anspruch auf die Herrschaft mit der angeblichen Abstammung vom biblischen König Salomo. Der Legende nach bekam der fast 1000 Jahre vor Christi Geburt Besuch von der Königin von Saba, deren Reich u.a. bei Aksum in Äthiopien gelegen haben soll. Beide Monarchen zeugten zusammen einen Sohn, Menelik, der zum Stammvater der äthiopischen Kaiser werden sollte.

Fortuna - Geschichtlicher Abriss

In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts begann man auch in der nördlichen Ville, Braunkohle abzubauen. Am Ortsrand von Oberaußem bei Bergheim entstand die Brikettfabrik Fortuna. Wegen des raschen Aufblühens der Braunkohleindustrie wurde diese erweitert und ein Kraftwerk Fortuna zur Elektrizitätsgewinnung geplant und 1910 fertiggestellt.

Im Zuge dieser Entwicklungen wurden immer mehr Arbeiter benötigt. 1899 gründete Rheinbraun nahe der Brikettfabrik Fortuna die Arbeiterkolonie Fortuna. Arbeiter zu finden war kein Problem, sie kamen aufgrund der Beschäftigungsmöglichkeiten bei der Braunkohlegewinnung von selber. Und mit ihnen deren Familien. Es musste Wohnraum geschaffen werden.

Nach und nach entwickelte sich aus der Arbeitersiedlung ein Ort mit entsprechender Infrastruktur. In den 1920er Jahren entstand eine eigene Volksschule; ein Kindergarten und eine katholische Kirche, die der heiligen Barbara geweiht war. Geschäftsleute und Gewerbetreibende siedelten sich an. 1928 zählte man bereits 1481 Einwohner, in den Zeiten des "Wirtschaftswunders" lebten nahezu 2.000 Menschen im Ort in ca. 370 Anwesen.

Fortuna konnte mit Recht als ein typisches „Bergarbeiterdorf" bezeichnet werden. Kleintierhaltung, Gärten zur Selbstversorgung, zahlreiche Vereine, Gemeinschaften und deren Festivitäten spiegelten den engen Zusammenhalt der bunt gewürfelten Bevölkerung wieder, die stolz darauf waren und sind, "Fortunesen" zu sein.

1984-85 war das Kapitel Fortuna zu Ende. Der Ort musste dem Braunkohlenabbau im Tagebau Bergheim weichen. Bis Ende 1985 waren alle "Fortunesen" umgesiedelt. Die Umsiedlungen stellte Rheinbraun im Gegensatz zu anderen gewachsenen Ortschaften in den Tagebaugebieten vor keine großen Probleme. Von den ursprünglich vorhandenen Häusern und Wohnungen waren etwa 90 Prozent werkseigen beziehungsweise werksgefördert. 1988-89 wurde das Kraftwerk Fortuna abgerissen.

Demo zur Eröffnung des Tagebaus Hambach am 17.10.1978

Im Dreieck zwischen Bergheim, Düren und Jülich graben sich seit dem 17.10.1978 gigantische Bagger tief ins Erdreich des Hambacher Forsts. Das Ziel der Maschinen liegt in 200 bis 500 Meter Tiefe: Rheinbraun greift die riesigen Kohlevorräte an, die zwischen Köln und Aachen in der Erde liegen.

Rund 400 Gäste waren per PKW und Omnibusse zur Eröffnungsfeier hinaus an den Rand des knapp 40 Quadratkilometer großen Waldes gekommen. Darunter Regierungspräsident Dr. Franz-Josef Antwerpes, Landräte, Oberkreisdirektoren, Bürgermeister und Verwaltungschefs aus den umliegenden Kreisen und Kommunen. An der Zufahrt zum Werksgelände zogen Demonstranten aus den von den Umsiedlungen betroffenen Dörfern sowie Kritikern des Projekts auf. Mit Transparenten gaben sie ihrem Unmut über den Tagebau und die möglichen Folgen Ausdruck.

Nachdem alle Gäste das Werksgelände erreicht hatten, fuhren die Demonstranten zum Schaufelradbagger. Durch Kabelstänge getrennt beobachteten sie das Eröffnungsspektakel, in dem der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Riemer grünes Licht für den Tagebau Hambach gab und per Knopfdruck das Schaufelrad des Baggers in Bewegung setzte.